Farbe bekennen

Offen seine Meinung oder Absicht zeigen, sich klar zu einer Seite bekennen.

Bedeutung

Offen seine Meinung oder Absicht zeigen, sich klar zu einer Seite bekennen.

Herkunft

Die Wendung stammt aus dem Kartenspiel. „Farbe“ heißt dort die Kartenfarbe (Kreuz, Pik, Herz, Karo), und beim Bedienen muss ein Spieler die ausgespielte Farbe zugeben, also bekennen, welche Karten er hat. Wer Farbe bekennt, kann sich nicht länger verstecken. Im übertragenen Sinn ist die Wendung seit dem 19. Jahrhundert belegt.

Beispiel

Spätestens bei der Abstimmung muss jeder Abgeordnete Farbe bekennen.

Verwendung und Varianten

Die Wendung ist neutral und in Politik, Sport und Alltag gleichermaßen üblich, oft als Aufforderung. Zweites Beispiel: Jetzt bekenn mal Farbe: Kommst du mit oder nicht? Varianten: Farbe bekennen müssen, endlich Farbe bekennen. Nicht zu verwechseln mit „Flagge zeigen“, das stärker das öffentliche Eintreten für eine Überzeugung meint.

Ähnliche Redewendungen

Stellung beziehendie Karten auf den Tisch legenmit offenen Karten spielensich festlegen

Häufige Fragen

Was bedeutet „Farbe bekennen“?

Offen seine Meinung oder Absicht zeigen, sich klar zu einer Seite bekennen.

Woher kommt „Farbe bekennen“?

Die Wendung stammt aus dem Kartenspiel. „Farbe“ heißt dort die Kartenfarbe (Kreuz, Pik, Herz, Karo), und beim Bedienen muss ein Spieler die ausgespielte Farbe zugeben, also bekennen, welche Karten er hat. Wer Farbe bekennt, kann sich nicht länger verstecken. Im übertragenen Sinn ist die Wendung seit dem 19. Jahrhundert belegt.